Amo te Iulia iaculator.

Rights to Copy by Wilhelm Schütze
 

Finanzkrise

Sorgenfalten umwölken die Stirn von Bundesfinanzminister Steinbrück. Der Haushalt ist in Gefahr. Möglicherweise kann man bis 2011 doch nicht einen Haushalt ohne Schulden-Neuaufnahme erreichen. Aber Herr Steinbrück, wer wird denn so pessimistisch sein. Der Mann, der alles weiß, Sie wissen schon, der Herr Rürup, warnt vor Aufschwungspessimismus und hält ein Wachstum 2008 von 1,7% für realistisch. Ich weiß nicht so recht, hatte der Mann nicht Ende 2007 noch von 2% gesprochen? Aber Rürup muss ja den Optimisten rauskehren, sonst investieren die Leute nicht mehr in die privaten Versicherungssysteme, die wiederum auf Blasenspekulation aufbauen. Das wäre für Rürup weniger gut, ist er doch stark involviert in die private Versicherungsbranche.

Irgendwie scheint es nicht zu gelingen, die leichte(?) Krise auf dem Finanzmarkt in den Griff zu bekommen. Jetzt werden sogar Stimmen laut, die meinen, die Banker hätten ihre Hausaufgaben nicht richtig gemacht. Ich verstehe das nicht. Die Jungs haben doch gearbeitet wie immer! Wenn immer mehr Kapital mit immer höheren Zinsforderungen hereinkommt, dann muss man eben Luftschlösser bauen und Hypotheken auf die Luftschlösser vergeben. Die Jungs haben sich doch wirklich redlich bemüht, es jedem Spekulantentyp Recht zu machen. Aber inzwischen will den Sondermüll mit Namen US-Dollar keiner mehr haben. Alle haben schon so viel davon auf Halde, dass sie nicht mehr wissen, wohin damit. Dem Standard-Bürger in den USA kann man auch keine Kredite mehr geben, denn der ist bereits bis über die Halskrause verschuldet und kann wegen der zunehmenden Arbeitslosigkeit schon die bestehenden Kredite nicht mehr ablösen. Tja, und so fällt die Luftblase dann in sich zusammen. Die Banker sind nicht Schuld. Sie haben doch nun wirklich dafür gesorgt, dass selbst für die krummsten Dinger Gesetze geschaffen wurden, die diesen krummen Dingern auch noch Vorschub leisteten.

Jeder, ob Politiker, ob Banker, ob Industriekapitän, ob Wirtschaftsweiser oder Finanzminister wusste, dass irgendwann dieser Zeitpunkt kommen musste. Das Geld übt sich in Arbeitsverweigerung. Wie hieß es doch immer? Lassen Sie ihr Geld für sich arbeiten. Nun scheint es überarbeitet zu sein. Aber Geld, das sich vermehrt, ohne an Produktion gekoppelt zu sein, ist faules Geld. Der Herr Steinbrück sollte es wissen, denn was er jedes Jahr an Zinsen hinblättern muss, ist mehr, als er für Arbeitslose zahlt. Es ist Geld, für das er nicht den mindesten Gegenwert bekommt. Er verbrennt es und die Öfen haben einen Namen:

  • · Deutsche Bank
  • · Stanley Morgan Bank
  • · UBS Warburg AG
  • · Dresdner Bank
  • · Bayrische Hypothekenbank
  • · Merrill Lynch Capitalges.
  • · Salomon Brothers (Charles Barney und Edward B. Smith, heute Investmentgroup der Citibank)
  • · Deutsche Genossenschaftsbank
  • · Landesbank Baden Württemberg
  • · Bayrische Landesbank
  • · Länderbank Hessen
  • · ABM AMRO Bank
  • · BNP Paribas Niederlande
  • · BHF-Bank
  • · Société Générale
  • · Bankgesellschaft Berlin
  • · Credit Suisse
  • Doch das sind nur die größten Geldverbrennungsmaschinen des Finanzministers, es gibt noch eine Menge andere. Wenn Sie wissen wollen, wer noch alles, so fragen Sie bei der "Bundesrepublik Deutschland - Finanz-Agentur GmbH", Frankfurt, Lurgiallee 5 nach. Die machen für Herrn Steinbrück die Finanzgeschäfte. Ist auch besser, weil die beschränkte Haftung bereits in der Organisationsform dieser Firma begründet ist. Der Witz an der Sache ist, dass die Herren in den Chefetagen der Geldverbrennungsinstitute zu den lautesten Schreiern gehörten, dass sich der Staat gefälligst aus dem Markt, vor allem aus dem Finanzmarkt, heraushalten solle. Im EU-Vertrag bekommen sie sogar Brief und Siegel darauf. Und nun? Nun schreien sie nach dem Staat. Der Staat muss helfen, die Gewinnerwartungen zu erfüllen. Aber wie soll er das machen? Da gab es doch so einen wohlbeleibten Herrn mit Namen Helmut, der hat mit seinem Freund Theo das Geldgeschäft abgegeben und unser guter Herr Steinbrück hat keine Chance mehr, steuernd einzugreifen.
  • Nun ja, keine Chance mag ein wenig übertrieben sein, denn den bedürftigen Banken kann man vielleicht mit mehr oder weniger großen Subventionen unter die Arme greifen. Das hat zwar der IKB auch nicht geholfen, aber gezeigt, wie schnell doch Herr Steinbrück Milliarden locker machen kann, wenn es um das Geld der Reichen geht. Das holt er schon irgendwie wieder rein, z. B. mit Kürzungen beim Arbeitslosengeld, bei der Rente oder sonstigen Geringverdienern. Das mit dem Arbeitslosengeld hat Herr Steinbrück ja lt. Presse bereits vorsichtig angekündigt. Ja, und natürlich den Verkauf von Staatseigentum.

    Welch Schützenhilfe für Tiefensee und Mehdorn, die sich ja noch verzweifelt bemühen, dem Bundestag eine Transaktion als Geschäft unterzuschieben, die in der Realität nichts als eine Riesenschweinerei ist, "den Verkauf der Bahn." Ich frage mich, ob Herr Tiefensee anschließend einen tollen Job bei J.P. Morgan (der größte Kaufinteressent) bekommt, so wie Schröder bei der Gazprom? Sogar ein Bundestagsabgeordneter hat schon die Frage gestellt, wie man dem Bürger begreiflich machen soll, dass der Verkauf von Werten in zweistelliger Milliardenhohe, zuzüglich der Nutzung eines Betriebsgeländes im Wert eigentlich gar nicht mehr bezifferbar, für läppische 13 Milliarden zu verkaufen, dabei gleichzeitig wissend, dass ein großer Teil der Einnahme für eine Kapitalerhöhung der Bahn verwendet werden soll und dass für die Investition in das Betriebsgelände in nächster Zeit noch 72 Milliarden eingeplant werden müssen. Schon bei der Gründung der Deutsche Bahn AG wurde bewusst getrickst, um den Wert möglichst niedrig zu halten, denn die Gründung war ja der erste Schritt zur Privatisierung. Hier kann man nähere Einzelheiten dazu finden. Um den Verkauf durchs Parlament zu bringen, versuchte Tiefensee den Trick, den die amerikanischen Finanzhaie mit Hilfe des Senators Aldrich bereits 1913 benutzten, um sich die FED unter den Nagel zu reißen. Tiefensee verlegte die Diskussion auf einen Freitag Nachmittag, als bereits die meisten Abgeordneten auf der Heimreise waren und setzte für die Diskussion 90 Minuten an, von denen er selbst 30 Minuten beanspruchte. Doch es klappte trotzdem nicht, wie erhofft. Selbst die Medien sehen die Privatisierung kritisch, wie dieser Bericht von Frontal21 zeigt. Jetzt allerdings könnten er und Mehdorn wieder Oberwasser bekommen, wenn Steinbrück verzweifelt nach Milliarden ruft (um sie an Banken zu verschenken, damit deren Untergang noch ein wenig verzögert wird) und Angela Merkel auf die Pauke haut: "Wir müssen unsere mittelfristige Finanzplanung strikt einhalten. Seht zu, wie Ihr das schafft." Was liegt da näher, als die Bahn zu verschenken, pardon, zu verkaufen (so nennen das die Politiker)

    Ob sie es glauben oder nicht, eigentlich läuft alles nach Plan, auch wenn es nicht so aussieht und Politik und Presse Zeter und Mordio schreien. Auch auf die Gefahr hin, als Verschwörungstheoretiker zu gelten: "Auch die Finanzkrise ist Teil eines Gesamtplans." Immer wieder kommen die Bilderberger ins Spiel. Sie waren die eigentlichen Konstrukteure der EU. Dazu einige Aussagen des harten Kerns der Bilderberger:

  • Es ist nun mal so bei Verschwörungstheorien. Auch wenn ihr Hintergrund real ist, dauert es oft Jahrzehnte, bis sich beweist, dass eine ins Lächerliche gezogenen Verschwörungstheorie die mitunter noch harmlose Darstellung einer echten Verschwörung war. Dazu ein interessantes Video einer kanadischen Parteichefin (in engl.), welches mir von Klaus Jaeger (www.cluster1.eu) gesendet wurde.
  • Wie meinte Rockefeller 1994? "Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir brauchen, ist die eine richtig grosse Krise und die Nationen werden die «Neue Weltordnung» akzeptieren" Wie die neue Weltordnung geschaffen ist, sagte er bereits 1991. Nun, sein Wunsch geht nun in Erfüllung, Die Krise ist im Anmarsch. Ob er und seine Kollegen im Hintergrund sie in ihrer hilfreichen Art ein wenig beschleunigt haben, vermag ich natürlich nicht zu sagen. Aber Erfahrung haben sie in diesen Dingen. Krisen vorzubereiten, das haben Leute wie Rockefeller, Morgan und Rothschild bereits 1913 organisiert, als sie sich die FED aneigneten. So am Rande sei erwähnt, dass Senator Aldrich, der den Federal Reserve Act durch den Kongress peitschte, indem er ihn einbrachte, als fast alle Kongressmitglieder schon im Weihnachtsurlaub waren, dieser Aldrich hat später in die Familie Rockefeller eingeheiratet. So machte man das früher. Heute gibt es für solche Hilfestellungen hochbezahlte Posten, wie Clement und Schröder so nachdrücklich unter Beweis stellen.

    In den Plan passt auch die Anstrengung von Angela Merkel, den EU-Vertrag unter Dach und Fach zu bringen. Damit wird die Souveränität Deutschlands quasi aufgehoben. Dass wir nicht mehr die Souveränität eines Nationalstaates haben, hat die einstweilige Anordnung des BVerfG zur Datenspeicherung bewiesen. Entgegen den euphorischen Titeln der Presse ist es kein Urteil, sondern eine einstweilige Anordnung, mit der zunächst die Zugriffsrechte auf die gespeicherten Daten eingeschränkt werden. Der entscheidende Satz findet sich in der Pressemitteilung, als das BVerfG schreibt:

    Der Prüfungsmaßstab ist noch weiter verschärft, wenn eine einstweilige Anordnung begehrt wird, durch die der Vollzug einer Rechtsnorm ausgesetzt wird, soweit sie zwingende Vorgaben des Gemeinschaftsrechts in das deutsche Recht umsetzt. Eine solche einstweilige Anordnung droht über die Entscheidungskompetenz des Bundesverfassungsgerichts in der Hauptsache hinauszugehen und kann zudem das Gemeinschaftsinteresse an einem effektiven Vollzug des Gemeinschaftsrechts stören.

    Gemeinschaftsrecht ist das Primärrecht in der EU, zuständig dafür ist der Europäische Gerichtshof (EuGH). Das Grundgesetz ist inzwischen diesem Recht untergeordnet. Im Klartext bedeutet das, dass unsere Ersatzverfassung bereits auf dem Altar der Wirtschaftsinteressen der EU geopfert wurde. Deutschland ist längst kein souveräner Staat mehr, sondern, wie drückte es Prinz Bernhard der Niederlande aus?

    • «Es ist schwierig, die im Nationalismus aufgewachsenen Völker umzuerziehen und sie an die Idee zu gewöhnen, ihre Souveränität an übernationale Organisationen abzutreten».
  • Aber königliche Hoheit, man muss die Völker doch nicht umerziehen. Es reicht, von willfährigen Politikern Verträge unterzeichnen zu lassen, über deren Ausmaß man die Bevölkerung im Unklaren lässt. Die Presse und die von Think-Tanks wie INSM, Bertelsmannstiftung, Friedrich von Hayek-Gesellschaft, Konrad Adenauer-Stiftung etc. schön aufbereiteten Analysen solcher Verträge macht daraus für den einfältigen Bürger ein vorgezogenes Paradies und die wenigen ehrlichen Wissenschaftler, die nicht an einer Beschönigung verdienen, werden als Verschwörungstheoretiker lächerlich gemacht und ins Abseits gestellt. Schade, Königliche Hoheit, dass Sie den endgültigen Erfolg nicht mehr miterleben konnten, wo Sie doch so viel dafür getan haben.
  • Die Finanzkrise kommt keineswegs unerwartet und ich denke, Finanzminister Steinbrück weiß das. Aber sie ist ein weiterer Grundstein, die Rechte der Bürger noch weiter auszuhebeln, das Soziale im Staat noch weiter zu minimieren und noch im Staatsbesitz befindliche Güter zu verscherbeln, damit die Initiatoren des ganzen perfiden Plans ihre restlichen Bargeldkonten noch in reelle Werte wie Immobilien, Verkehrsbetriebe usw. umwandeln können. Wenn nicht noch in letzter Sekunde jemand die Notbremse zieht, ist Deutschland vermutlich noch vor der nächsten Bundestagswahl nur noch Geschichte (aber zahlende Geschichte). Aber diese Rettung in letzter Sekunde ist allgemein nur in Filmen als dramatisches Element üblich. In der Wirklichkeit endet sie in der Regel in einem Blutbad, dessen Ausmaße mit jedem Mal schrecklicher werden. Wir alle haben große Chancen, noch dabei zu sein, als Opfer natürlich.

    PS: Wer auch immer im Bundesfianzministerium so interessiert meine Beiträge liest, sollte doch bitte diesen Beitrag auf den Tisch des Ministers legen. Vielleicht lernt Herr Steinbrück dann ja auch etwas (die Hoffnung stirbt zuletzt).

    www.flegel-g.de/

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    "Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Zahl der Leute, die von ihr überzeugt sind." Paul Claudel
    "Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher." Bertolt Brecht
    Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse, in Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten. Überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.
    "Zum Recht des Wahrheitssuchenden gehört es, forschen und abwägen zu
    dürfen. Und wo immer dieses Zweifeln und wägen verboten wird, wo immer
    Menschen verlangen, daß an sie geglaubt werden muß, wird ein gotteslästerlicher
    Hochmut sichtbar, der nachdenklich stimmt. Wenn nun jene, deren Thesen sie
    anzweifeln, die Wahrheit auf ihrer Seite haben, werden sie alle Fragen gelassen
    hinnehmen und geduldig beantworten, und sie werden ihre Beweise und ihre
    Akten nicht länger verbergen. Wenn jene aber lügen, dann werden sie nach dem
    Richter rufen. Daran wird man sie erkennen. Wahrheit ist stets gelassen. Lüge
    aber schreit nach irdischem Gericht!"
     

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