Amo te Iulia iaculator.

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Akte Bibelforschung
Die verfälschten Textstellen der Bibel

 

 

Zweifelhafter Gott

Verfälschte Bibel

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Man hat ja schon einiges von Bibelverfälschungen gehört, aber nur wenige Interessierte wissen wirklich, um welche etlichen Bibelstellen es sich handelt. Darüber hinaus ist die Bibel eigentlich schon von sich aus verfälscht anhand der etlichen Übersetzungen vom Hebräischen ins Griechische (Septuaginta), vom Griechischen ins Lateinische und dann wiederum in alle Sprachen der Welt. Aber seltsamerweise wurden dabei auch gezielt bestimmte Textstellen in ihrer eigentlichen Bedeutung völlig verändert und man muß zweifellos erkennen, besonders in Anbetracht der von der katholischen Kirche geheimgehaltenen, unterdrückten Schriften und Evangelien (Apokryphen), daß die Kirche seit knapp 2000 Jahren Schindluder mit uns treibt und uns belügt und betrügt. Es ist z.B. das große Problem mit dem Alten Testament, daß in unseren Bibelübersetzungen überall nur noch von der Herr" die Rede ist. In den Urtexten gibt es viele unterschiedliche Bezeichnungen. Da ist mal von den Elohim die Rede, welche offenbar mehrere sind, dann einem Zebaot, von Adonai, was einfach der Herr" heißt und von JHWH. Es wäre sehr hilfreich, wenn die ursprünglichen Bezeichnungen in unseren Bibelübersetzungen verwendet würden, um zu unterscheiden. Jedoch muß man sehen, daß sicherlich auch viele derjenigen, die zu biblischen Zeiten von Gott gesprochen haben, wirklich den Schöpfer des Universums gemeint haben. Wenn sie gebetet haben, haben sie vielleicht wirklich zu dem großen “Geist", als den man Gott eher bezeichnen könnte, gebetet und nicht zu dem, der einigen in einem ziemlich aufwendigen Spektakel kurz vor Feierabend auf dem Berg in einer Feuersäule erschienen ist. Gottesvorstellungen, die in Bibelstellen zum Ausdruck kommen wie den folgenden, sind ja wohl mehr als zweifelhaft.

 

  Zweifelhafte Gottesvorstellungen


(2.Moses 32,27)
So spricht Jahwe, der Gott Israel: ein jeder gürte sein Schwert um die Lenden und gehe durch das Lager hin und her von einem Tor zum anderen und erschlage seinen Bruder, Freund und Nächsten.
(Richter 11,21)
Jahwe aber, der Gott Israels, gab Sihon mit seinem ganzen Kriegsvolk in die Hände Israels, und sie erschlugen sie.
(Josua 10,40)
So schlug Josua das ganze Land (...) und ließ niemanden übrig und vollstreckte den Bann an allem, was Odem hatte, wie Jahwe, der Gott Israels, geboten hatte.
(Esra 9,12)
Und laß sie nicht zu Frieden und Wohlstand kommen ewieglich, damit ihr mächtiger werdet und das Gut des Landes eßt und es euren Kindern vererbt auf ewige Zeiten.
(5.Moses 2,25)
Von jetzt an lege ich Furcht und Schrecken vor dir auf die Völker überall unter dem Himmel: sobald sie nur von dir hören. werden sie zittern und beben.
(Josua 24,19)
er ist ein eifernder Gott, der eure Übertretungen und Sünden nicht vergeben wird.
(1.Moses 18,20-21)
Es ist ein großes Geschrei über Sodom und Gomorrha, da ihre Sünden sehr schwer sind. Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach dem Geschrei, daß vor mich gekommen ist, oder ob 's nicht so sei, damit ich 's wisse.

Weiß Gott denn nicht alles?

(l. Moses 6,7)
Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen von der Erde, denn es reut mich, daß ich sie gemacht habe.
(5. Mos. 32,26)
Ich hätte gesagt, es soll aus sein mit ihnen, (...) WENN ich nicht den Spott der Feinde gescheut hätte.

Ein Gott, der Angst vor Spott hat?

(5. Mos. 28,63)
so wird er (Jahwe) sich nun freuen, euch umzubringen und zu vertilgen...
(Jesaia 34,2)
Denn Jahwe ist zornig über alle Heiden... Er wird an ihnen den Bann vollstrecken und sie zur Schlachtung dahingehen.
(5. Moses 10,17)
Denn Jahwe, euer Gott, ist der Gott aller Götter.
(Jesaia 47,3)
Ich will mich rächen, unerbittlich, spricht unser Erlöser; der heißt Herr Zebaoth.
(Jesaia 63,6)
Und ich habe die Völker zertreten in meinem Zorn und habe sie trunken gemacht in meinem Grimm und ihr Blut auf die Erde geschüttet.
(1. Moses 17,11)
eure Vorhaut sollt ihr beschneiden. Das soll das Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch. (...) Wenn aber ein Männlicher nicht beschnitten wird an seiner Vorhaut, wird er ausgerottet werden aus seinem Volk, weil er meinen Bund gebrochen hat.
(2. Moses 29,16)
Den anderen Widder aber sollst du nehmen und ihn schlachten und von seinem Blut nehmen, und du sollst das Blut ringsum an den Altar sprengen.
(Jeremia 48,10)
verflucht sei, wer sein Schwert aufhlt, da es nicht Blut vergiee. (s.a. Sach. 9,14-15, 5. Moses 7,16 und 5. Moses 32,42)
(2. Moses 3,21-22)
... da, wenn ihr auszieht, ihr nicht leer ausgeht, sondern jede Frau soll sich von ihrer Nachbarin und Hausgenossin silbernes und goldenes Geschmeide und Kleider geben lassen. Die sollt ihr euren Shnen und Tchtern anlegen und von den gyptern als Beute nehmen.
(Richter 10,7)
Da entbrannte der Zorn Jahwes über Israel und er verkaufte sie unter die Hand der Philister und Ammoniter. Ein Gott, der Sklaven verkauft?
(4. Moses 31,25-29)
Nimm die gesamte Beute an Menschen und Vieh. Du sollst aber für Jahwe als Abgabe erheben von den Kriegsleuten, die in den Kampf gezogen waren, je eins von fünfhundert an Menschen...

 

 

  Verfälschte Textstellen in der Bibel


Es ist jedoch auch interessant festzustellen, daß sich einige Bibelstellen im Laufe der Jahre auf unheimliche Weise verändert haben. Je älter die Ausgabe, so grausamer die Bibel, je neuer, desto leichter verdaulich.

2. Samuel 12,31 heißt in einer Bibelausgabe von 1909:
Aber das Volk drinnen führte er heraus und legte sie unter eiserne Sägen und Zacken und eiserne Keile und verbrannte sie in Ziegelöfen. So tat er allen Städten der Kinder Ammon. " (Die Rede ist von König David)

In der Neue Welt Übersetzung der Zeugen Jehovas heißt die selbe Stelle:
Und die Leute, die darin waren, fährt er hinaus, um sie an die Steinsägen, an scharfe eiserne Geräte und an eiserne Äxte zu stellen, und er ließ sie beim Ziegelmachen dienen."

Erstaunlich: aus der grausamen Folter und Hinrichtung der Ammoniter wird Zwangsarbeit. Auch in anderen Bibeln findet sich diese modernere Fassung. Um Bibelfälschungen aufzustöbern, brauchen wir also nicht mal Hebräisch zu lernen, sondern nur unsere Bibeln zu vergleichen. Noch eine andere, wichtige Bibelstelle hat sich in hundert Jahren entscheidend verändert: Vielleicht erinnern Sie sich noch an die Stelle, wo der Sohn Isaaks, Jakob, angestiftet von seiner Mutter Rebecca, seinen Vater betrügt, indem er sich als der Erstgeborene Sohn Esau ausgibt, und die behaarten Arme Esaus mit Ziegenfellen imitiert. So bekommt er vom Vater den Segen des Erstgeborenen, der über den Jüngeren herrschen soll. Dabei ist wichtig zu wissen, daß die beiden Söhne für mehr stehen, denn der Herr hatte zu der schwangeren Rebecca gesagt, daß sie zwei Völker in ihrem Leib trage. Als Esau zurück kommt, um Isaak das gewünschte Mahl zu bringen und der blinde Isaak erkennen muß, daß er seinen Segen dem Falschen gegeben hat, bettelt Esau und weint, ob er nicht doch noch einen zweiten Segen lullte.

Nun finden wir in Bibeln aus dem 19. Jahrhundert im 1. Moses 27,39:
Da antwortete Isaak der Vater und sprach zu ihm: Siehe da, du wirst eine fette Wohnung haben auf Erden und den Tau des Himmels von oben her. Eines Schwertes wirst du dich nähren und deinem Bruder dienen. Und es wird geschehen, daß du auch ein Herr und sein Joch vom deinem Halse reißen wirst. "

In Bibelausgaben unserer Zeit finden wir eine Übersetzung" mit völlig entgegengesetzter Bedeutung:

Siehe da, du wirst eine Wohnung haben ohne Fettigkeit der Erde und ohne Tau des Himmels von oben her."

Wie gesagt war Rebecca gesagt worden, da sie mit den Jungens Jakob und Esau zwei Völker in ihrem Schoß tragen würde.
Im 1. Buch Moses 32,28 heißt es dann viel später:
Da sprach er, du sollst nicht mehr Jakob heißen, sondern Israel, (das heißt der Gottes Streiter) denn du hast mit Gott und mit Menschen gestritten und du hast obsiegt."

Für uns mag das wenig Bedeutung haben, aber immerhin scheint es für einige Menschen so wichtig gewesen zu sein, daß sie die Bibelstellen schlichtweg fälschten. Es reicht also nicht aus, daß Jakob seinen Vater Isaak um den Segen des Erstgeborenen betrügt, nun wird auch, Jahrtausende später, der Esau gegebene zweite Segen noch weggefälscht.

 

Quellen zum Text:
Jo Conrads “Zusammenhänge”

Amo te Iulia iaculator.
"Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Zahl der Leute, die von ihr überzeugt sind." Paul Claudel
"Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher." Bertolt Brecht
Man muß das Wahre immer wiederholen, weil auch der Irrtum um uns her immer wieder gepredigt wird und zwar nicht von einzelnen, sondern von der Masse, in Zeitungen und Enzyklopädien, auf Schulen und Universitäten. Überall ist der Irrtum obenauf, und es ist ihm wohl und behaglich im Gefühl der Majorität, die auf seiner Seite ist.
"Zum Recht des Wahrheitssuchenden gehört es, forschen und abwägen zu
dürfen. Und wo immer dieses Zweifeln und wägen verboten wird, wo immer
Menschen verlangen, daß an sie geglaubt werden muß, wird ein gotteslästerlicher
Hochmut sichtbar, der nachdenklich stimmt. Wenn nun jene, deren Thesen sie
anzweifeln, die Wahrheit auf ihrer Seite haben, werden sie alle Fragen gelassen
hinnehmen und geduldig beantworten, und sie werden ihre Beweise und ihre
Akten nicht länger verbergen. Wenn jene aber lügen, dann werden sie nach dem
Richter rufen. Daran wird man sie erkennen. Wahrheit ist stets gelassen. Lüge
aber schreit nach irdischem Gericht!"
 

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